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Halbestadt / Ebenheit

Halbestadt entwickelte sich im 15. Jahrhundert um ein Vorwerk, das zum Cölestinerkloster auf dem Königstein gehörte und deswegen auch "Mönchsvorwerk" hieß.

1550 kaufte die Stadt das fruchtbare Gelände, teilte es in 11 Parzellen und gab diese an Bürger der Stadt in Erbzins. Aus dieser Zeit stammen noch Teile einiger Gebäude, wie des Wohnhauses Nr. 25. Am Napoleonsteig, so genannt, weil dieser Weg von den Franzosen in den Befreiungskriegen angelegt wurde, steht das Napoleonhaus (Nr. 28), ein Umgebindehaus, wie es sich häufiger am Rande der Sächsischen Schweiz zur Oberlaussitz hin findet. Halbestadt besitzt einen kleinen Winterhafen, der im Zusammenhang mit der Elbregulierung in den Jahren 1864/65 erbaut wurde. Einst hatte der Ort ein vom Kurfürsten verliehenes Privileg, dem heute die Einwohner noch nachtrauern: Sie durften kostenlos mit der Fähre über die Elbe übersetzen.

Ebenheit wird die Hochfläche unter dem Lilienstein genannt. Der Name des Waldhufendorfes taucht schon 1489 auf. Seine Bewohner waren wahrscheinlich Fronleute der heute verschwundenen Burg auf besagtem Stein. Beachtung verdienen die beiden Gebäude Nr. 3 und Nr. 9, sogenannte Wohn-Stall-Häuser, deren Obergeschoss in Fachwerk-Bauweise errichtet wurde. Die Jahreszahlen 1747 bzw. 1824 am Schlussstein über den Portalen geben einen Hinweis auf die Erbauungszeit.


 
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